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Alles was kostenlos ist erstmal verdächtig oder? Wir vertrauen unseren Gegenüber nicht mehr. Wie oft wurden wir schon enttäuscht und getäuscht? Vielleicht ist das auch der Grund, warum nur wenige auf meinen Vorschlag eingingen….

Als Fotograf steht man ja heutzutage auf dem Kriegsfuß mit den Menschen in Deutschland. Die klassische Streetphotography ist tabu, den man muss jeden Menschen erst fragen, bevor man ihn fotografiert. Diese Kunstform ist damit höchstens auf Reisen außerhalb Europas noch je nach Land ok. Wo ein einfaches hochheben der Kamera reicht, um zu signalisieren, dass man fotografieren möchte und derjenige entweder zunickt oder vehement verneint. Was aber im Ausland eigentlich seltener der Fall ist.

Was als Schutz der Person gedacht ist, wird manchmal zu einer Blockade am Auslöser. Die wertvollen Momente werden verpasst oder man lässt die Momente aufgrund der ungewissen rechtlichen Situation passieren. Viele Menschen fragen sich da, darf ich da noch ein Foto machen, wenn Menschen im Bild sind oder muss ich ihnen hinterherlaufen und sie einzeln um eine Veröffentlichungserlaubnis fragen? 🙂 Das Foto links oben habe ich bewusst gemacht und veröffentlicht. Denn die Menschen sind nur Beiwerk.

Soll ich warten, bis sie mir aus dem Bild treten?

Nein. Ich möchte die Stimmung der Jahreszeit, des Lichtes, welches durch die Wolken tritt und sich zwischen den Bäumen bricht. Ein Sekundenaugenblick, in dem mir die Spaziergänger mit ihren Rechten im Wege stehen. Aber hier haben sie auch keine 🙂 auch wenn ich froh war, dass dort jemand war, muss ich sie nicht um Erlaubnis fragen. Sie sind nicht mein Motiv. Mein Motiv ist die Stimmung der Jahreszeit und des Lichts, schon mit dem Herausholen der Kamera gingen wichtige Sekunden verloren… So viel zum kleinen Ausflug in die DSGVO und Recht am eigenen Bild

Was ich eigentlich wollte…

Wir sind auch jetzt noch ein Stückweit in einer weihnachtlichen Stimmung, was liegt da fern, meine Talent und meine Liebe zur Fotografie Menschen zurückzugeben. Mit der Einstellung bin ich also in die Stadt und wollte Menschen fotografieren, natürlich mit ihrer Erlaubnis. Ich wollte möglichst keine Ameisen, die gestresst sind vom Einkaufen und Schnäppchenjagen. Also ab zum Maschsee. Einfach Menschen erreichen, Paare ansprechen, Fotografie schenken.

Stimmung einfangen

Es ist später Vormittag. Menschen trainieren, laufen, fahren Rad oder gehen spazieren. Ich spreche die ersten an. Vielleicht sind es die falschen Worte oder keine Ahnung was. Menschen die Zeit haben, möchte ich meinen, aber keine Lust. Ihre Erinnerungen werden verblassen, denke ich mir und gehe weiter, genieße den Augenblick, wertvolle Zeit.

Kein Streß, keine Eile und keine Hast. Einfach Entspannung und Motivation bewegt mein Herz. Wenn die Menschen nicht wollen, dann nicht. Genieße den Moment mit der Schöpfung, denke ich mir. Es gibt nichts schöneres.

Mein Ziel motiviert mich weiter zu machen – Hast du Ziele, die du erreichen möchtest? Vielleicht gar Lebensziele? Suche die Motivation, schaue in deinem Innern immer auf das Ziel und der Weg wird zu einem schönen Ausflug.

Auf dem Rückweg zum Drahtesel die ersten Erfolge. Wenn man seine Komfortzone verlässt, sind Erfolge möglich – für jeden! Bis auf die Sportler sind die meisten Spaziergänger ziemlich gemütlich. Haben grundsätzlich Zeit für einen Plausch. Allerdings ist es schon eine Herausforderung mit Menschen zu arbeiten, die im Grunde keine Zeit für dich haben…wollen…

Was habe ich an diesem Tag besonderes gelernt?

Mich demotivieren nicht die Absagen!

Ist das nicht erstaunlich? Wenn Menschen nein sagen, dann ist es halt eben so. Jeder hat seine Gründe. Vielleicht ist es meine rote Nase, die falsche Jacke oder keine Vollformatkamera 😉 aus den Absagen ging ich motiviert heraus, ist das nicht cool?

Warum ist das so?

Ganz einfach, ich fühlte mich beschi##en, wenn ich die Chancen vorbeiziehen lies. Aus welchen Gründen auch immer. Fragte ich aber einen Spaziergänger, so kam man ins Gespräch hat seinen Fotografenkorb bekommen oder eben nicht und ich war trotzdem zufrieden – ist das nicht Wahnsinn.

Alles Psychologie – wage den Angriff

Denn fragst du die Menschen nicht, rattert dein Gehirn und entwickelt Minderwertigkeiturteile, die dich immer wieder runterziehen werden. Im Grunde will dein Gewissen dich erziehen, besser zu werden. Aber eigentlich fühlst du dich hinterher noch schlimmer.

Meine Lernerfahrung von heute ist, dass Angriff gegen seine Schwächen die beste Verteidigung ist. Willst du was erreichen, verlasse deine Komfortzone und beziehe neues Land. Wage den Angriff. Wenn du verlierst, weist du warum. Hast du es aber nie gewagt, fragst du dich, wie wäre es wenn…

Ich habe also meine Aufnahmen gemacht und war zufrieden mit dem Tag. Mein Ziel war es Menschen zu erreichen und ein Stückweit habe ich es geschafft. Den Mutigen gehört die Welt 🙂

Was man nicht alles findet

Ein kleines Auto zog mich während meinem Spaziergang in den Bann, nach einer späteren Recherche offenbar ein toller Blumenladen mit dem Namen Indigo, den man sich merken kann. Vielleicht trifft man sich wieder…

Ich lese gerade, dass man den Kleinen auch ausleihen kann – macht schon was her 😉

Zum Schluß

Du bist immer noch da? Dann lass doch gerne auch mal einen Kommentar da und lass dich nicht unterkriegen von den Nörglern um dich herum.

Gehe deinen Weg…

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Sehr schöner Artikel über deine Erfahrungen. Mach weiter so!

    1. Danke Dir 🙂

  2. Hey Aleksander, es ist mir eine riesen Freude deine Bilder und Einstellung dazu kenngelernt zu haben. Gefällt mir!!

    1. Herzlichen Dank lieber Hermann, viel Freude bei der Motivsuche. Wünsche dir alles Gute!

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