Es war Anfang 2018 und wir … ich … habe mich gefragt, wo wollen wir diesen Sommer verbringen? Da mit dem Schwarzwald eine Reisestation bereits feststand, blieb die Frage, wo wir den Rest unserer Zeit verbringen werden?

Wie kommt man auf Italien? Italien hat mich schon immer gereizt und bisher hatten wir leider keine Gelegenheit, dieses bezaubernde Land zu besuchen. Ich sitze also im Januar vor meinem PC und ziehe über meine digitale Karte mit einem gedachten Zirkel ein Kreis um Freiburg herum.

Unsere ersten Gedanken waren einfach im Schwarzwald eine weitere Bleibe zu suchen und dort den Resturlaub zu verbringen. Aber irgendwie reizte uns diese Vorstellung nicht wirklich, auch waren die Angebote an Ferienwohnungen zwar bezahlbar, aber der Schwabe 🙂 in uns sagte, dass man das Geld bestimmt besser anlegen könnte. Nun schauten wir weiter und dachten an den Bodensee. Wunderschöne Gegend, schöne Städte, auch ein Kontakt baute sich auf zu einer schweizer Vermieterin, mitten in der Altstadt und wunderschön am Bodensee gelegen – aber teuer und ein anderes Land, in dem man uns sprachlich problemlos verstehen wird, hörte sich nicht nach einem spannenden Abenteuer an oder?

Ich zog meinen Zirkel ein paar Kreise weiter und die imaginäre Zirkelspitze zog einen Bogen um das nördliche Italien. Interessanterweise waren die Kosten für die Ferienwohnungen sogar teilweise günstiger als im Schwarzwald oder am Bodensee – ist ja auch keine Kunst, denn auch der Schwabe muss von was leben… 🙂

Panoramablick auf das Mittelmeer aus unser Wohnung

Nach einen sportlichen Jahr 2017 suchte ich auch für 2018 einen Urlaubsort, der etwas Herausforderung für das Rennradtraining mitbringen würde – auch wenn später daraus nix wurde. Unsere Entscheidung fiel auf den Ort Massa und eine Terassenwohnung auf etwa 400m über dem Meeresspiegel mit Panoramablick auf das Mittelmeer. Ideale Trainingsmöglichkeiten für Rennradfahrer sind aufgrund der schönen Berge und der tollen Steigungen und langen Abfahrten mehr als gegeben. Meine Vorfreude war also groß…

Klarer Himmel, selbst die Sterne zeigen sich

Wichtig war für uns auch, dass unsere Bella mit in die Wohnung durfte. Mit der Wohnung auf der Anhöhe haben wir letztlich eine schöne Bleibe für den Resturlaub gebucht.

Auch wenn die Wohnung sehr weit von der Stadt entfernt war, hatte dies natürlich auch Vorteile. Durch die 400m über dem Meer war unsere Wohnung nicht so heiß, wie die unserer Freunde direkt in der Stadt und wir hatten in der Nacht Ruhe vor den partysüchtigen Touristen. Alleine der Weg hinauf war abenteuerlich. Straßen waren dort gerade mal so breit, wie zwei eng nebeneinander stehende Fahrzeuge. Aber keine Sorge man hat den Dreh nach einer Woche raus und fährt das Tempo der Italiener locker mit.

Marmorbrüche und im Hintergrund am Meer – Carrara

Massa selbst ist eine beschauliche kleine Stadt in mitten der Toskana. Von der einen Seite das Meer von der anderen die Berge. Wenn man genug hat von dem Trubel des Meeres und der Touristen, laden die Berge um Carrara zu einem entspannten Wandertour durch die Marmorbrüche. Gerade wenn die Hitze am Meer unerträglich wird, ist eine Wandertour in den Bergen bei angenehmen 22° zu empfehlen. Wir fanden die Zeit da oben in der Stille sehr erholsam.

Wanderung über Carrara

Natur bei angenehmen Temperaturen

Wanderungen in tieferen Gegenden fanden wir in den folgenden Tagen deutlich anstrengender 🙂 Der Sonnenbrand meiner Liebsten lud mich dazu ein, die Stadt Massa alleine zu erkunden. Fotografie braucht manchmal etwas Zeit, so war es aus fotografischer Sicht durchaus erholsam die Stadt alleine mit meiner Kamera zu erkunden. Wichtig war es mir, vor allem mal ein Objektiv intensiver zu testen, es war das 7artisans 25mm F1.8 eine Chinalinse. Aber durchaus mit sehr guter Abbildungsleistung versehen, zwar ohne Autofokus, dennoch hat mich das nie gestört und mit einer modernen Kamera und Kantenanhebung ist das Objektiv sehr smooth zu bedienen.

Ein gutes drittel der folgenden Bilder sind mit dieser Linse aufgenommen. Durch die 25mm ergibt sich ein ähnliche Blickwinkel wie bei der üblichen 35mm Reportagebrennweite und damit ein Fast-Immer-Drauf-Objektiv.

Wer Spaß und Freude hat, seine fotografischen Fähigkeiten schnell mit guten Ergebnissen voranzubringen, dem lege ich dieses Objektiv ans Herz. Gerade die kurzen Fokuswege und der stufenlose Blendring machen richtig Spaß und erweitern die Anwendungsfähigkeiten bis hin zum Videorecording. Gerade an meiner Zeisslinse nervt mich der Autofokusmotor beim Filmen. Mit der 25mm von 7artisans läuft hier das Blenden- und Scharfstellen geräuschlos.

Im folgenden findet Ihr einige Aufnahmen aus Massa und Pisa. Es sind zwei Manuelle- und zwei Autofokus-Objektive im Einsatz. Dennoch bin ich der Meinung, dass man an den Bildern nicht erkennen wird, welches Automatisch und welches manuell fokussiert wurde. Nehmt also ruhig mal ein altes Glas auf eure Touren mit. Gerade die schöne Offenblende für kleines Geld bietet sich an, um den fotografischen Blick spielerisch zu entwickeln.

Um auch die Einstiegsfrage mal zu beantworten. Ja, Italien ist definitiv mehrere Reisen wert. Man verliebt sich in die liebevoll krumm gebauten Häuser. Die schmalen Straßen mit ihren verrückten Autofahrern und -innen (die schneller den Berg rauf und runter fahren als du). Das Essen ist spannend und lecker zu gleich. Menschen sind freundlich, gerade zu Familien und Kindern. Nächstes Mal müssen wir mehr Zeit mitbringen…


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